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13.01.2008, 17:39

Tool zur Partitionierung bzw. Zusammenführung von Partitionen

Hallo,

ich habe zwei Rechner mit folgendem Partitonsschema: (unterschied bei sda3, fat32 bzw ntfs)

Quellcode

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/dev/sda1   ext2 	             	/boot
/dev/sda2   reiserfs              	/
/dev/sda3   fat32 oder ntfs    	windows partition
/dev/sda4   Extended
/dev/sda5   Linux swap 
/dev/sda6   fat32



jetzt habe ich auf beiden Systemen windows in einer VM am laufen und will nun falls das geht die Partitionen sda2 und sda3, ohne Datenverlust auf sda2, zusammenführen um eine größere Partition für meine root-Partition zu bekommen.

Kennt da jemand ein gutes Tool, hat jemand das schon gemacht (ohne Datenverlust)
Erfahrungen?

ich möchte auf jeden Fall verhindern, dass meine root Partition schaden nimmt!

Mfg
wäre dankbar für Hilfe
Thinkpad T61
Intel Core Duo 2.00 GHz
KDE
linux-2.6.28-gentoo-r5/ gcc-4.1.2

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »antivalent« (21.01.2008, 13:29)


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13.01.2008, 19:24

Hallo,

ich habe mit linux-Boardmitteln schon an der Größe der root-Partition gewerkelt. Ein vorheriges Backup ist aber immer sinnvoll.
So nun zum Ablauf:
- Daten von sda3 sichern, die gehen bei meiner Lösung verloren
- fdisk /dev/sda starten
- mit p die Partitionstabelle anzeigen lassen und den Startblock von sda2 und den Endblock von sda3 notieren
- mit d Partition 2 und 3 löschen (es werden nur die Einträge aber nicht die Daten gelöscht)
- mit n neue primäre Partition anlegen und ggf. die notierten Blöcke eintippen
- mit p neue Partiotionstabelle noch mal prüfen
- mit w wird die neue Tabelle geschrieben. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du mit q fdisk ohne Änderungen beenden
- mit resize_reiserfs /dev/sda2 filesystem vergrößern

Da du die root-partion änderst, muss du die Operationen von einem Livesystem ausführen!
Mit df -h kannst die Speicherplätze ansehen

suilenroc

edit: Anmerkung von Maggu eingearbeitet. Danke Maggu!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »suilenroc1183« (14.01.2008, 17:14)


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14.01.2008, 09:54

da sda2 und sda3 verschiedene Dateisysteme hat, wirst Du eigtnlich nur Zusammenführen könnemn, wenn Du die Daten auf sda3 verliehst (bzw. vorher sicherst!).

Grundsätzlich nochmals der Hinweis des Vorposter", ein Backup ist nicht wünschenswert sondern ein "must" bei solchen Arbeitsschritten!

P.S. @suilenroc1183
Nettes WhitePaper zu dem Thema ;o)
Meine Rechtschreibfehler sind gewollt und unterliegen dem Copyright des Verfassers, es sei denn, sie sind explizit unter die GPL gestellt .....

Außerdem sind sie ein Ausdruck der Persönlichkeit des Schreibers!

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14.01.2008, 12:33

Nur kleine Anmerkung:
Du solltest "Daten auf ... sichern" wohl ändern in "Daten von ... sichern".
Macht einen großen Unterschied und du wolltest wohl eben gerade das Gegenteil (also von statt auf) benutzen.
"Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun."
"It's only after we've lost everything, that we're free to do anything!"

Jabber: Die ID kann via PN erfragt werden.

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15.01.2008, 13:57

also,

erstmal danke für die super ausführliche Hilfe.

@suilenroc1183:
mit Livesystem meinst du ne GentooLiveCD?
muss ich da mein aktuelles System mounten, oder kann ich einfach die Platte mit fdisk bearbeiten?


Bei der Sicherung, hat da jemand ne Empfehlung für ein gutes Backuptool?
... und kann ich eigentlich auch das gesamte System einfach kopieren (als root), muss ich da irgentwas beachten, dass ich alles erwische?


Mfg
Thinkpad T61
Intel Core Duo 2.00 GHz
KDE
linux-2.6.28-gentoo-r5/ gcc-4.1.2

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15.01.2008, 16:33

... und kann ich eigentlich auch das gesamte System einfach kopieren (als root), muss ich da irgentwas beachten, dass ich alles erwische?


Zb Gentoo LiveCD rein, die Partition mounten auf die du sichern möchtest,

dann die Partition von der du Sichern möchtest, dann in das Verzeichnis welches gesichert werden soll.
Nun kannst du zb mit dem Befehl:

Quellcode

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# cp -ax * /mnt/Verzeichnis wohin gesichert werden soll

alles aus dem Verzeichnis in dem du dich befindest kopieren, mit Beibehaltung aller Rechte.

EDIT:
Eventuell kannst du dir hier auch noch ein par Infos herausziehen für dein vorhaben:
http://de.gentoo-wiki.com/Stage4

MfG josef.95

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »josef.95« (15.01.2008, 16:43)


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15.01.2008, 20:23

Hallo,
mit Livesystem meine ich irgendeine LiveCD ( z.B. GentooLiveCD, Knoppix...).

Während der oben beschriebenen Aktionen braucht die Platte nicht gemountet zu sein. Auf alle Fälle dürfen die Partitionen sda2 und sda3 NICHT gemountet sein. Bei den anderen ist es egal, da die nicht verändert werden.

Noch ein Hinweis:

Deine Festplatte /dev/sda muss im Livesystem nicht zwangsläufig /dev/sda heißen. Überprüfe also vorneweg, ob du die richtige Festplatte bearbeitest.

Maximale Erfolge wünscht

suilenroc

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16.01.2008, 09:53

Und deshalb (s.o.) sicher VORHER alle wichtigen Daten auf einem externen Datenträger!

Wie eigentlich immer bei Festplattenoperationen zu Empfehlen!
Meine Rechtschreibfehler sind gewollt und unterliegen dem Copyright des Verfassers, es sei denn, sie sind explizit unter die GPL gestellt .....

Außerdem sind sie ein Ausdruck der Persönlichkeit des Schreibers!

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17.01.2008, 09:42

also danke erstmal, werds am woende wohl mal versuchen!

...und wenn ein Problem auftaucht melde ich mich

MFG
Thinkpad T61
Intel Core Duo 2.00 GHz
KDE
linux-2.6.28-gentoo-r5/ gcc-4.1.2

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20.01.2008, 12:45

Hallo,

jetzt stehe ich doch nochmal vor einem kleinen Problem.

Um eine vollst. lauffähige Kopie meiner root Partition zu machen, muss ich im Livesystem nur meine root Partition mounten und alles kopieren?

was ist mit boot und proc? Kenn mich da nicht so aus?

Mfg
Thinkpad T61
Intel Core Duo 2.00 GHz
KDE
linux-2.6.28-gentoo-r5/ gcc-4.1.2

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20.01.2008, 13:46

o_O ... du möchtest doch "nur" den Inhalt von /dev/sda2 sichern, oder?

Wenn du sda2 und sd3 zusammen fusionieren willst, ist ja nur alles auf sda2 betroffen.

/boot ist an sich ein ganz normales Verzeichnis, in dem sich aber üblicherweise der Kernel befinden, sowie die Configdaten des Bootloader (grub/lilo, ...). Das hat sich so eingebürgert. Im Grunde ist es aber ein stink-normales Verzeichnis wie auch /home, /root, /usr, ...

/proc ist etwas anderes. Das wird zur Laufzeit vom Kernel erzeugt und befindet sich *nicht* auf der Platte. Wenn du Dateien im /proc öffnest oder beschreibst, redest du direkt mit dem Kernel.

Da bei dir /boot sowieso auf einer andereb Partition ist, und du ja /dev/sda2 sicherst, kannst du das auslassen. /proc ist virtuel, also auch nicht zu sichern.
http://www.dyle.org
IM-Account (Jabber!) sind auf meiner HP ...
There is no place like /home

http://www.gentooforum.de
http://www.gentoofreunde.org

<div>how to annoy a web developer?</span>

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21.01.2008, 13:31

Vielen Dank für die super Erklärung, es hat alles wie beschrieben funktioniert.

Mfg
Thinkpad T61
Intel Core Duo 2.00 GHz
KDE
linux-2.6.28-gentoo-r5/ gcc-4.1.2