Sie sind nicht angemeldet.

1

Donnerstag, 5. März 2009, 15:54

Korrektes Aufsetzen eines Systems nach "Verratzung", insbesondere KDE 4.2

Hallo zusammen,

ich dachte ja, ich kenne mich nach 2 Jahren Gentoo-basierender Distros ein wenig aus, aber mittlerweile bin ich an einem Punkt....

Meine grafische Oberfläche KDE 4.2 beherrscht mich mittlerweile, nicht umgekehrt. Ich bekomme beim Starten von KDE einen SIGSEV von KRunner, Kontact findet Kmail nicht mehr, mein Scanner ist nicht ansprechbar, die Kodak-Digitalkamera auch nicht...

Was ist passiert:
Gestartet von einer stabilen 3.5.10-Umgebung bin ich auf KDE 4.1.3. gewechselt. Ging einigermassen, dennoch gabs schon ein paar Probleme.
Nachdem ich 4.2.0 gewählt habe, fing das Theater an. Zur Rettung habe ich mal kdeprefix, welches ich vorher irgendwann reingenommen habe, wieder rausgenommen und KDE 4.2 komplett neu kompiliert und qt vorher wieder auf 4.4.2. gedowngraded.

Die Fenster sind nun alle im GTK-Stil, das Kompilieren von qtcurve lässt mein System völlig kalt, ich hab in den Systemsettings nicht mal dieses Auswahlfenster der GTK-Einstellungen. Auf dem anderen Rechner gehts...


Was habe ich vor:
Ich will die Kutsche mal wieder von vorn aufsetzen, das Rumdoktorn scheint nix zu bringen. Allerdings will ich nicht mit Festplattenpartitionierung und Kernel-Bauen anfangen, dass System startet ja zumindest bis KDE sauber und ich kann alles machen.


Was muss ich tun, um die grafischen Dinge neu aufzusetzen?
Mit X-Server anfangen? Oder doch nur KDE mal komplett runterschmeissen und jetzt die 4.2.1. nehmen? Die versteckten Dateien von KDE würde ich ja gerne entsorgen, aber da sind ja die Dateien von KMail drin, die hab ich mir schon einmal zerschossen und lege da nicht mehr allzu grossen Wert drauf (wieso ist Kmail unter .KDE - share - apps und nicht direkt unter .kmail? Ist für mich sehr merkwürdig, da nicht Standard)...


Ok, das ist jetzt alles etwas wirr, aber vielleicht gibts ja den einen oder anderen Tipp.


Vielen Dank für die Mühe, dass alles zu lesen ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Suseberlin« (13. März 2009, 11:26)


2

Donnerstag, 5. März 2009, 16:45

Also ich persöhnlich würde für einen "Neuanfang" nicht auf komplett Null sondern auf ein Textbasiertes System setzen. Also...

Mails Sichern

und kde, qt etc runterwerfen. Versuchen das System zu cleanen und alles nicht notwenige "runter" ....

Übliche Pflege (--depclean und revdep-rebuild) natürlich vor dem kompletten Neuaufbau von KDE etc. Wenn Du willst und Zeit hast eventuell sogar vorher ein "emerge -e world"
Meine Rechtschreibfehler sind gewollt und unterliegen dem Copyright des Verfassers, es sei denn, sie sind explizit unter die GPL gestellt .....

Außerdem sind sie ein Ausdruck der Persönlichkeit des Schreibers!

3

Freitag, 6. März 2009, 09:18

Guck dir dein home an und mach von dem jedenfalls mal ein backup. Deine mails unter kamil werden i.d.R. in ~/.kde4.2/share/apps/kmail gehalten.

Ein Wechsel des USE "kdeprefix" ist kritich. Es einfach rein und rauszunehmen ist nicht empfehlenswert. AFAIK solltest du bei einen solchen Wechseln KDE *komplett* entfernen und mit geänderten USE neu installieren.

Könnte das deine Probleme vlt. hervorgerufen haben?
http://www.dyle.org
IM-Account (Jabber!) sind auf meiner HP ...
There is no place like /home

http://www.gentooforum.de
http://www.gentoofreunde.org

4

Freitag, 6. März 2009, 17:23

Die Probleme hatte ich schon vor dem Wechsel des kdeprefix, aber irgendwann hatte ich das USEFLAG ja gesetzt (ich bin mir ziemlich sicher, dass das vor dem Upgrade auf KDE-4.1.3., meiner ersten KDE4-Version war). Vielleicht ist dabei schon was schief gegangen.

Das mit dem KDE etc. runterschmeissen wird ja auch noch spaßig, ich hoffe, ich erwische da alles.

Also, ich werde weiter berichten, ich muss nur mal ein Zeitfenster finden, wann der Rechner nicht gebraucht wird. Im Moment geht ja zumindest das I-Net.

Danke für die Hilfe bisher, ein schönes Wochenende!

5

Mittwoch, 11. März 2009, 20:22

Also ich kann da nur meinen Senf aus ca 1,5 Jahren Gentoo dazutun. Und das ist nicht viel.

Ehemaliger Windows User: Komplett Platt machen und nochmal bei Null anfangen wenn du das noch nich so ca. 5 mal hinter dir hast. Man kann immer nur dazu lernen. Und dann für dich Schmeiss im Geiste KDE vom rechner und fang an in Schritten mit der bash zu arbeiten... Als Desktop oberfläche am besten sowas wie Fluxbox, wenn du lernwillig bist, sonst XFCE. Bleib bei ner kleinen sache, sonst hast du von dejn ganzen grafischen oberflächen die alles für dich tun so viel Falsch gelernt das du dieses komische Linux nicht noch mal auf die Platte schmeissen willst. Das gleich ist mir passiert, allerdings hab ich nach 2 Jahren noch mal nen Neuanfang versucht und bin bei Gentoo hängen geblieben, und es zeichnet sich jeden verdammten tag aus.

Ehemaliger Linux/Unix User: Bau auf die Shell zurück. KOMPLETT. Kein Prog auslassen was irgendwie mit X zu tun hat, und fang von der Shell aus an.

Hab das ganze vor ca nem Monat hinter mich gebracht und bin von XFCE auf Fluxbox gewechselt....

//EDITH sagt:
Meine Persönliche Erfahrung.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »masterodie« (11. März 2009, 20:27)


6

Freitag, 13. März 2009, 11:25

Yes!

So sagt das meine 5-jährige Tochter immer...

Vielen Dank für Eure Empfehlungen und auch persönliche Meinungen. Mein Problem ist, dass ich weniger ein strukturierter Problemlöser denn ein "ich probier mal das und dann vielleicht das und eventuell noch das"-Typ bin.

Ich hatte dem Update auf 4.2.1 noch eine Chance gegeben, und siehe da, die wildesten Fehlermeldungen waren weg. Für den Epson-Scanner hab ich die epkowa-Treiber versucht, obwohl das früher auch ohne ging... Zumindest als root kann ich ihn wieder ansprechen, ist ein Lichtblick. Das Schlimmste war die Unfähigkeit Okulars, PDF's darzustellen. Ich glaube, ich habe poppler und okular 5 mal installiert und siehe da, auf einmal gehts...
Jetzt ist noch unklar, warum Kontact als leere Plattform startet und Mail- sowie Kalenderfunktionen nicht einbindet, da aber sowieso nur Mail genutzt wurde, hab ich halt nur einen Verweis (icon) auf Kmail hinterlegt, tuts auch.

Somit funktioniert alles, und das ohne ein Aufsetzen des Systems ab Kommandoebene.

Durch viele Versuche von nvidia-Treibern und Kernel-Kompilierungen komm ich aber schon recht gut mit diesen Funktionen zurecht, und von Linux bringen mich keine 200 Pferde mehr weg ;-)

Die Minimal-Installations-ISO ist auch schon geladen, ich bin den Install-Prozess auch schon zweimal durch, allerdings hab ich irgendwie ein Problem, meine Netzwerkkarte zu aktivieren (in Virtualbox). Auch da gibts ja Stimmen, wieso man überhaupt in der virtuellen Umgebung so etwas macht, aber was besseres zum Testen gibts meiner Ansicht nicht.

Was will ich eigentlich damit sagen: Ja, ich beschäftige mich mit den Hintergründen, ja, Linux ist mir fest ans Herz gewachsen, hurra, es geht wieder (fast) alles, ehemaliger Windows-User war ich vor 4 Jahren, die Komplett-Installationen hab ich vielfach hinter mir und mag ich nicht mehr.

Ein schönes Wochenende und bis demnächst!
S.