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20.03.2012, 08:42

Ja die schnellen Rechner... Als ich mit Gentoo begann, dauerte das Kompilieren der Pakete noch sehr lange. Und dies hatte einen interessanten Lern-Effekt auf mich. Es hat mich in meiner damals jugentlichgen Experimentierfreudigkeit gebremst und zwang mich systematisch vorzugehen. Also bevor ich was installiere erstmal sich über die Anwendung erkundigen und entscheiden ob ich diese wirklich will. Während des Kompilieren dann schonmal die Howto's durchlesen. Das hat mich vor so manch einem Zerschießen des Systems bewahrt. Aber gut, dieser Gentoo "Vorteil" hat bei den heutigen schnellen Rechnern kaum noch eine Bedeutung. :sleeping:
Auch wenn Open-Source kostenlos ist, ist sie nicht umsonst. Dein Preis ist Dein Engagement und Mitarbeit an OS-Projekten.
Wenn Du keinen Preis bezahlen willst, bist Du die Ware. Und das ist nicht Open Source, geschweigedenn frei.

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20.03.2012, 20:09

kde-meta ist ja nur ein Meta-Paket welches selbst nichts baut und installiert - es setzt nur ein paar Abhängigkeiten. Von daher sollte es selbst auf uralt Hardware in unter einer Minute installiert sein :P

(Dieser Beitrag ist nicht ganz ernst - also eher als Scherz gemeint)


Haha, das wollte ich zuerst auch schreiben, habs aber dann doch sein lassen ^^

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20.03.2012, 21:18

jetzt wollte ich mal fragen ob ich sofort auf Gentoo umsteigen soll oder doch lieber eine zwischenstation in einer anderen Distribution machen soll.

Hmm, zwischen SUSE und gentoo besteht ein gewaltiger Unterschied. Ich war ja in einer vergleichbaren Situation. Bei mir liefen in den letzten Jahren vor allem Kisten mit Debian oder Ubuntu. Als ich mir dann Gedanken gemacht habe, ob ich mir sofort Gentoo oder erst als Zwischenschritt Sabayon antun soll, kam ich irgendwann zu der Überzeugung, dass es nichts bringt, sich in etwas in einzuarbeiten, was man evtl. eigentlich nicht haben will.
Bevor ich echte Hardware an gentoo lasse, werde ich mir das erstmal gründlich auf einer VM anschauen. Und wenn du schon Linux-Erfahrung hast, sehe ich eigentlich keinen Grund es anders zu machen. Wo ist das Risiko? Die Installation von gentoo hat mich als Neuling bis zum lauffähigen Desktop etwa 3 Abende netto gekostet. Dauert es halt etwas länger. Die nächste Zeit werde ich versuchen, herauszufinden, wie sich gentoo im Alltag anfühlt. Wenn ich halbwegs überzeugt bin, werfe ich im nächsten Schritt Gentoo auf mein 4 Jahre altes Laptop. Ob es auch auf meinem Desktop mal landet, hängt davon ab, ob mich Gentoo so überzeugt, dass ich der Meinung bin, dass sich der Aufwand, den man sich mit Gentoo einhandelt, lohnt.

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22.03.2012, 10:52

Guten Morgen,

ihr sprecht immer von einem "immensen Arbeitsaufwand", um es einmal zusammen zu fassen. Dabei trifft das imho doch gar nicht zu. Natürlich fehlen bei Gentoo vermeintlich hilfreiche GUIs, um Aktualisierungen oder Installationen durchzuführen, aber bei genauerer Betrachtung sind diese gar nicht notwendig, für _mich_ wären sie inzwischen sogar störend.

Natürlich entwickelt sich mein Gentoo hier immer ein kleines Stückchen weiter. Dies ist ja keine Notwendigkeit, ich möchte nur mein System so haben, wie ich es mir vorstelle. Anfangs hätte ich mich an eine Grundverschlüsselung aller Dateisystem inklusive rootfs gar nicht herangetraut! Aber selbst diese Umstellung war, weil Kenntnisse angeeignet, mit erstaunlich geringem Arbeitsaufwand verbunden. Dateien sichern, mit luks verschlüsseln, Daten zurück kopieren, Kernel ein bisschen anpassen, initramfs bauen, fertig. Arbeitsaufwand = ~2 Stunden bei vorhandener Installation... Also bitte...

Ist Gentoo erst einmal installiert, ist der allgemeine Wartungsaufwand doch nahezu gleich Null. Ich fahre hier ein ~amd64 System, also nicht mal ein als stabil freigegebenes Gentoo und ich aktualisiere etwa ein Mal die Woche mein System. Arbeitsaufwand? Für mich etwa 2 Minuten, für den PC ein paar Minuten (je nach Aktualisierungen!) und dann noch einmal ein paar wenige Minuten für mich, um in den elogs zu schauen, ob ich noch irgendetwas machen muss.

Tatsächlicher Wartungsaufwand = ~10 Minuten(?) pro Woche.

Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass die Grundinstallation von Gentoo zum Teil gerade für Einsteiger sehr zeitaufwändig und auch nervig sein kann, dennoch ist so gut wie alles verdammt gut dokumentiert, es gibt für viele, viele Dinge informative Wiki's, die einem alle notwendigen Informationen an die Hand geben.
Läuft Gentoo, dann läuft Gentoo.
Ich empfinde es als verdammt bequem, sehr zeitschonend und absolut frei. Ich kann tun und lassen was ich will, da davon ausgegangen wird, dass ich weiß, was ich tue. Ich bin root, ich darf das! Dabei geht dann auch nichts schief, vorausgesetzt ich weiß was ich tue.

Nehmen wir an, wir hätten Gnome und wollen KDE... Profil wechseln, KDE installieren, fertig. Während dessen kann ich meinen PC weiter benutzen und wenn ich des abends an den Installationsbefehl ein && /sbin/shutdown -h now anfüge, dann lasse ich die Kiste eben bis nachts laufen, sie geht dann von selbst aus. Schalte ich dann den Pc ein, habe ich ein KDE. Tatsächlicher Arbeitsaufwand? Au weia... 2 Minuten?

Ich habe erst vor einigen Tagen bei einem Freund, der $ANOTHER_DISTRO verwendet, viel länger gebraucht, um das hinzukriegen, was hinzukriegen war. Da gab's dann auch eine GUI, die sich zum Ziel gesetzt hatte, mich zum Narren zu halten...

Sorry, aber ich sehe keinen großen Arbeitsaufwand im täglichen Umgang mit Gentoo.
Sys:
AMD FX (tm)-6300 Six-Core Processor
GeForce GTX 650 1024MB
16384 MB DDR3 1600Mhz
ASUS M5A97 R2.0
Samsung SSD 830 (sys)

OS: Gentoo ~amd64
WM: i3
Kernel: vanilla-sources
VGA: nouveau
INIT: OpenRC :)

██ ██ █ ████ everything ███ █████ is █████ ████ ████ fine ████ ███ █ ██████ trust █████ ██████ ███ your █████ ████ government. Parts of this comment have been found in violation of H.R. 3261, S.O.P.A and Senate Bill 968, P.I.P.A. and have been censored for your benefit.

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22.03.2012, 22:29

@Josef

Zitat von »josef.95«

Pah, ihr mit euren super schnellen Rechnern...

kde-meta ist ja nur ein Meta-Paket welches selbst nichts baut und
installiert - es setzt nur ein paar Abhängigkeiten. Von daher sollte es
selbst auf uralt Hardware in unter einer Minute installiert sein :P



(Dieser Beitrag ist nicht ganz ernst - also eher als Scherz gemeint)



Ich leihe Dir freundlicherweise 4 Cores für Deine zukünftigen Installationen :P Dann dauerts bei mir halt 2h :whistling:

Habe die letzten Wochen zufällig mal gelesen, das jemand mit einem Atom-Notebook Libreoffice kompiliert hat und das ganze 2TAGE dauerte... 8| 8| Oioioi...


@walkman :)

Nunja, ich habe mal wie ich schon (öfters) hie und da mal "verlauten" liess, mal etwa 2Jahre Debian Testing gehabt... Das war auch eine sehr lehrreiche Zeit, denn dort war in Richtung "Sony Programmable Input Controller" viel zu tun, damit die Helligkeitssteuerung möglich wurde - ohne das man sich (nach Tagelangem davorsitzen) mächtigst die Augen verblitzte ;))
Irgendwann dann überredete man mich dann zu Ubuntu und darauf war ich dann - zwar nicht als Hauptsystem - aber so nebenbei noch lange. Doch Ubuntu ist nicht mehr das was es mal war... Unity says everything...

Ich wollte wieder ein Linux, was - ich weiß - blöd ausgedrückt wahrscheinlich - ein richtiges "Profi-Teil" ist. Daher fielen auch SuSE kategorisch raus. Nur was ich bei SuSE zu einfach finde, weil irgendwie ALLES generell unter X geht - ist manches mal unter gentoo nur durch echt zeitintensive Arbeit zu lösen... Da gentoo aufgrund der erschwerten Lernkurve (ebenfalls arch) weniger Leute nutzen, ist auch die Interessensgemeinschaft kleiner und - HowTo's auch manchmal nicht mehr so ohne weiteres übertragbar... Ich hatte mal gesagt, das ich eine FAQ schreiben wollte. Ich denke, ich schau mal was sich in den nächsten Tagen machen lässt. Wenn ich so sehr, das in der KDE-How-To noch von hal die Rede ist, obwohl alles nur noch über udev läuft... Ein Neuling weiss das nicht. Der verlässt sich darauf.

Auf gentoo werd ich wahrschinlich auch jetzt für allemal kleben bleiben und kann es auch nur empfehlen... Auch wenn ich sagen darf, das es nicht so leicht läuft, wie Du es sagtest, walkman. Ich denke, Du bist in Sachen Linux einfach viel erfahrener, weshalb Dir die HowToś nicht mehr so nötig sind, Du einfach einige Fehler automatisch überliest, aber welche für gentoo-Anfänger zu Fallstricken werden können. Und wenn diesejenigen sich einen Vergleich zu SuSE oder Fedora mit arch und gentoo zu "Gemüte" führen, dann ist klar, das diese letzteren Distris leider weniger benutzt bleiben. Wenn dann auch noch was total daneben geht bei einer Installation und derjenige seit 5 Tagen saß um allein dorthin gekommen zu sein, der kriegt nen Total-Ausraster... (wie ich manchmal ;))

Allerdings Distributionen für bestimmte Usergruppen einzuschränken "Das für Anfänger/ das für Fortgeschrittene/ jenes für Profis..." finde ich ebenso falsch. Kommt auf denjenigen Typ Mensch an...

Nochwas wollte ich sagen (stellt sich an VM/VMWare/VirtualBOX-Fetishisten ;)) : Um gentoo "noch nicht an die reine Hardware" heranzulassen auf Virtual-Machines zu probieren, sehe ich persönlich als nicht weniger umfangreich an, als es direkt zu installieren... Das hört sich irgendwie so an, als ob gentoo bei falscher Bedienung/Installation Hardware zerstört. Was ja nun nicht so ist. Dann tut das auch jedes andere System bei dem man was falsch einstellen kann...
Gruß
mnt_gentoo
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Die Launen und das Schicksal eines Gentoo-Users: ?( :| :cursing: :wacko: 8| ^^ 8o ;( :P ?( ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mnt_gentoo« (22.03.2012, 23:05)