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06.08.2013, 19:42

Gentoo Stable & Unstable mit geshartem /usr/portage

Hallo zusammen,

ich fahre auf meinem PC seit einiger Zeit Gentoo Unstable ~amd64. Als vor einigen Wochen dann plötzlich durch ein Update mein WLAN weg war, ist mir das mal wieder sehr bewusst geworden ;)

Jetzt würde ich gerne auf meinem PC ein Gentoo Stable parralel zum bisherigen installieren, bei dem die beiden sich den grub, portage und eventuell auch .home teilen sollen.
Ich vermute, dass zumindest .home etwas Probleme bereitet: Zur Zeit hab ich alle 3 großen DEs drauf (Gnome, KDE, XFCE) und switche öfters mal hin und her. Wenn ich hier dann allerdings unterschiedliche Versionen auf die selbe .home Partition zugreifen lasse, zerschießt mir das zu viel, um so ein System sinnvoll zu fahren?

Bei portage bin ich mir auch nicht so sicher. Ich habe das so verstanden, dass ebuilds für alte Versionen nach und nach rausfliegen. Gibt es da einen gemeinsamen Baum für stable und unstable? Oder könnte mir ein eix-sync auf dem unstable den tree auf dem stable zerschießen? Und würde ein eix überhaupt damit klar kommen, wenn durch ein eix eines anderen Systems die datenbank geändert wurde?


Viele Grüße.
curmudgeon

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07.08.2013, 00:20

Hm...ich verstehe nicht so recht, was das bringen soll.

1. Grub: Der wird in der Regel in den MBR installiert, mit einem der Gentoo Systeme verwaltest du ihn. Das sollte kein Problem sein.

2. Portage: Keine gute Idee. Die ebuilds sind zwar auf einem stable und testing System gleich, es wird dann über die Konfigurationsdateien in /etc/portage/ geregelt, welche Version installiert wird, aber es sollte doch kein großes Ding sein, ihn auf beiden Systemen manuell zu synchronisieren.

3. Gemeinsames Home Verzeichnis ist auch keine gute Idee. Die ganzen Konfigurationsdateien werden durch die unterschiedlichen Versionen vermutlich zu einigen Problemen führen. Hier wäre es besser, wenn jedes Gentoo System sein eigenes Home hat. Du könntest stattdessen eine extra Daten Partition einrichten (für Bilder, Musik, Dokumente) und dann die entsprechenden Ordner einfach in das Home Verzeichnis mounten. So wären auf beiden Systemen die persönlichen Daten gleich, aber Einstellungen müsste man schon separat machen.

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07.08.2013, 00:26

Meiner Meinung nach hätte so etwas schon Vorteile:

Portage (damit meinte ich vor allem eben ebuilds und distfiles): Server werden weniger belastet, außerdem habe ich ungern die ganzen distfiles redundant auf der Platte liegen.
.home: Z.B. Bookmarks in den Dateimanagern "synchron" halten - wäre für mich schon was tolles. Wenn das allerdings nicht funktioniert - nun gut.

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07.08.2013, 07:34

Also distfiles vernichte ich nach einem Durchgang von @world. IMHO ist das nur Ballast, verschmutzt die Platte und wird sowieso - wenn benötigt - frisch gezogen. Die Dinge brauchst du ja nur 1x. Warum willst du die aufheben?

Und für die paar Dinge, welche du synchron halten willst: mach dir doch in der home-partition ein Verzeichns "cfg" und sym-linke die jeweiligen Konfigfiles von beiden UserAccounts (stable und testing) da rein. Dann dürften die paar Applikationen, die du so verwendest sich auch gleich anfühlen. Vorausgesetzt, die ändern ihre Konfig nicht entscheident.
http://www.dyle.org
IM-Account (Jabber!) sind auf meiner HP ...
There is no place like /home

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07.08.2013, 19:23

Also wenn ich hier mal wieder mit den Use Flags experimentiere, brauch ich die distfiles immer wieder. Dazu sitze ich hier hinter einer relativ langsamen Leitung - was ein erneutes saugen verdammt lästig macht.

Zu meiner Frage zu Portage: Ich will nicht /etc/portage teilen, mir ging es um /usr/portage - (war missverständlich, sorry )

Würde das klappen?

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07.08.2013, 21:15

Wenn es dir nur um die distfiles geht, so musst du sie ja auch weiterhin nur einmal laden und bei geänderten Use Flags werden sie eben nicht erneut heruntergeladen. Das sharen bringt dir in diesem Fall gar nichts, da du ja einmal stable und einmal testing fahren willst. D.h. du hast sowieso unterschiedliche distfiles auf beiden Systemen, da sich die Versionen der Pakete unterscheiden. Nur die reinen ebuilds Dateien wären gleich. Aber diese machen ja nur einen ganz kleinen Teil aus. Dafür wäre der Aufwand meiner Meinung nach viel zu groß. Wenn du es aber wirklich unbedingt willst, mounte den Ordner doch einfach...(würde ich aber wie gesagt nicht empfehlen).

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08.08.2013, 00:02

Ich würde eher einen "sanfteren" Weg vorschlagen. Setze einfach in der "make.conf" auf Stable. Bei den nächsten Updates musst Du aufpassen, dass Portage keine Downgrades macht. Trage die Pakete mit Versionsnummer in die package.keywords ein, damit diese "testing" bleiben bis sie stable werden. Downgrades sind nicht gut. Am Anfang ist es relativ viel Aufwand, irgend wann klingt es jedoch ab und die package.keywords wird immer kleiner. Bediene Dich des Tools "eix-test-obsolete" welche Einträge Du aus der package.keywords rausnehmen kannst. Hab das auch schonmal durchgemacht.
Zum Thema Distfiles: Vertraue einfach "eclean distfiles". Dieses Tool löscht nur die Dateien, die von keinem Ebuild mehr benötigt werden. Zum "Rebuild" bleiben sie da.
Auch wenn Open-Source kostenlos ist, ist sie nicht umsonst. Dein Preis ist Dein Engagement und Mitarbeit an OS-Projekten.
Wenn Du keinen Preis bezahlen willst, bist Du die Ware. Und das ist nicht Open Source, geschweigedenn frei.

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10.08.2013, 10:54

Hört sich nicht schlecht an - allerdings habe ich mittlerweile schon Gnome 3.8, glaube nicht, dass das in absehbarer Zeit stable wird. Lohnt es sich da, Gnome 3.8 zu deinstallieren, und danach wieder stable zu mergen ?

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10.08.2013, 13:10

Zur Zeit ist noch Gnome-2 stable. Gnome-2 und 3 unterscheiden sich enorm. Wenn Dir Gnome-3 gefällt, bleib dabei.
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