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25.10.2005, 21:10

gelöst: Fehler beim chroot auf älterem IBM-Klapprechner

Ich grüße euch.

Ich will gerade Gentoo auf einem älteren ,,ThinkPad" von IBM installieren, einem Pentium-II-Rechner mit 5 GB Festplatte und nicht erwähnenswertem Arbeitsspeicher, also nichts Tolles, aber genug für meine Zwecke, wenn er funktioniert. Bei der stage3-Installation von Universal-CD habe ich mich im wesentlichen an das Handbuch gehalten (Irrwege siehe unten) Schließlich gebe ich ein:

Quellcode

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chroot /mnt/gentoo /bin/bash

und erhalte viermal hintereinander folgende drei Zeilen:

Quellcode

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2
3
hda: dma_intr: status=0x51 { DriveReady SeekComplete Error }
hda: dma_intr: error=0x84 { DriveStatusError BadCRC }
ide: failed opcode was: unknown


Das Eingabezeichen darunter blinkt noch. (Nachtrag: Nein, gerade ist der Rechner plötzlich spontan ausgegangen.) Was hat das zu bedeuten? Was soll ich tun?

Zum vorhergehenden Verlauf der Installation: Es hatte enorme Probleme mit dem Formatieren der drei Partitionen gegeben. (Meine Swap-Partition ist übrigens immens groß, um den fehlenden Arbeitsspeicher auszugleichen: 1GB) Wann immer ich die Befehle mkswap, mkreiserfs oder mke2fs -j ausführen lassen wollte, erschienen ähnliche Fehlermeldungen wie jene oben und ich mußte den Rechner abwürgen. Beim Neustart startete dann die Gentoo-CD nicht mehr automatisch, sondern blieb noch vor der Kernel-Eingabezeile hängen. (Das tut sie jetzt übrigens auch wieder.) Ich habe dann von Knoppix alle Partitionen wieder gelöscht, neu erstellt und formatiert. Danach ging wieder alles von der CD aus.

Ich bitte um Hilfe.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Franek« (28.10.2005, 19:52)


amielke

unregistriert

2

25.10.2005, 21:46

Hallo,

Zitat

hda: dma_intr: status=0x51 { DriveReady SeekComplete Error }
hda: dma_intr: error=0x84 { DriveStatusError BadCRC }
ide: failed opcode was: unknown


wird wohl ein Hordware defekt sein.

Es kann Sein das Kabel nicht ok sind oder die Platte einen Schuß hat.

Vielleicht hilft es über hdparm die Geschwindigkeit zu drosseln, ansonstem ersteigere mal bei EBAY eine neue 2,5" Platte.

Gruß Andreas

PS: hatte auch öfter die Fehler und immer war dann eine Festplatte defekt.

3

25.10.2005, 23:14

Boote mal mit ide=nodma als Kernelparameter. Damit solltest Du DMA-Fehler eigentlich wegbekommen. Allerdings sinkt dann auch die Datenübertragungsrate der IDE Schnittstelle.
__
Rud

4

26.10.2005, 14:51

Mit ide=nodma scheint vorerst alles zu funktionieren (habe noch nicht bis zum Ende installiert). Noch zwei Fragen, die eigentlich nicht ins Gentoo-Forum gehören, sich aber inhaltlich für mich direkt ergeben:

Wie groß sind wohl die Geschwindigkeitseinbußen bei dieser Einstellung? Gibt es sonstige Konsequenzen?

Ist der aufgetretene Fehler Grund genug, den Verkäufer wegen Sachmangel zu belangen? Der Rechner ist zwar gebraucht, laut Vertrag gibt es aber eine ,,Gewährleistung", was immer das heißt.

amielke

unregistriert

5

26.10.2005, 16:30

Ich würde es auf jedeb Fall versuchen.

Ich denke auch das die Geschwindigkeitsverluste sehr hoch sind.

Gruß Andreas

6

26.10.2005, 17:24

Inzwischen habe ich die Installation schulmäßig abgeschlossen (LILO ging nicht, Grub schon), erhalte aber beim Hochfahren (irgendwann nach Grub) nach der Zeile

Quellcode

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ReiserFS: hda3: checking transaction log (hda3)
die bekannte Fehlermeldung (wieder vierfach):

Quellcode

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2
3
hda: dma_intr: status=0x51 { DriveReady SeekComplette Error }
hda: dma_intr: error=0x84 { DriveStatusError BadCRC }
ide: failed opcode was: unknown


1. Kann ich noch irgendwo (von Knoppix aus dann) eintragen, daß ich immer noch dma deaktiviert lassen muß? In welcher Datei?

2. Auf welche (möglichst sichere) Quelle kann ich mich beziehen, wenn ich mich aufgrund dieser Fehlermeldungen beim Verkäufer über eine defekte Festplatte beschweren will?

3. Besteht die Möglichkeit, daß die (wohl ältere) Festplatte dma gar nicht unterstützt?

Nachtrag: Habe im Netz folgende Beschreibung zu der (eben mal ausgebauten) Festplatte gefunden:
IBM (DKLA24090) 4 GB Hard Drive
4 GB, 4,200 RPM, For Laptop Computer, Internal Enclosure, DMA/ATA-33 (Ultra) Interface, 2.5"
Auf der Festplatte selbst steht aber nichts von dma.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Franek« (26.10.2005, 17:32)


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27.10.2005, 00:52

In der grub.conf hängst Du ide=nodma einfach als Kernelparameter hinter die anderen.

Ich denke nicht, daß die Festplatte defekt ist. Ich hatte das auch schon mal, allerdings unter Windows. Das liegt am Zusammenspiel von Platte, Chipsatz, Bios und OS(Treiber). Kann sein, daß sich da zwei nicht miteinander vertragen.
Ich weiß nicht mehr, wie ich's weg bekommen habe. Auch Kabel und Master/Slave Geschichten hatten einen Einfluss. Nach einem Biosupdate wurde es besser, da habe ich dann eine stabile Konfiguration gefunden.

Es kann auch sein, daß die Linux Treiber für Deinen Chipsatz nicht so toll sind. Ich würde erst mal im Netz recherchieren, ob andere Nutzer derselben Hardware nicht ähnliche Probleme haben.

Anders als amielke würde ich den Geschwindigkeitsverlust als wohl spürbar, aber nicht dramatisch einschätzen. 'Ne alte 4G Notebookplatte ist mit heutigen Desktopplatten ja nicht zu vergleichen. Ich meine, wir reden hier von einem gebrauchten Kleinwagen mit oder ohne Sportauspuff - man wird's wohl merken, aber den Kohl macht das auch nicht mehr fett.

Außerdem, Du hast doch die ganze Installation ohne DMA gemacht. Wie war es denn?

Mit hdparm kannst Du DMA an- und ausschalten und auch einen kleinen Benchmark machen.
__
Rud

amielke

unregistriert

8

27.10.2005, 15:55

Zitat

Mit hdparm kannst Du DMA an- und ausschalten und auch einen kleinen Benchmark machen.


Das mit dem Benchmark ist eine sehr gute Idee. Das wird Dir sicher Aufschluß geben wieviel langsamer Das System dann ist.

Gruß

9

28.10.2005, 19:51

Die Geschwindigkeit ohne DMA ist für mich akzeptabel, und da ich ohnehin genug um die Ohren habe, werde ich lieber keine Sachen mehr ausprobieren, deren Namen ich noch nie gehört habe (,,benchmarks") und auch den Verkäufer in Frieden lassen.

Außerdem schlage ich mich jetzt noch mit der Konsolenauflösung herum, wobei ich mich durch diverse Forumsbeiträge anderer verzweifelter Benutzer hindurchlese. Im Moment habe ich noch ein winziges ,,Linux-Fenster" auf dem Bildschirm, aber vielleicht wird das ja noch . . .

Ich danke euch für eure Hilfe.