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1

28.06.2009, 07:34

Systemwechsel von x86_64 zu x86 ohne Neuinstallation möglich?

Hallo liebe Mitglieder,

ich bin mit Gentoo nicht unerfahren, auch wenn dies mein erstes Posting
in dieser Liste ist.

Vorgeschichte:
Ich nutze u.a. Gentoo auf mehreren Systemen, aber auch immer mehr
als nur Gentoo. So habe ich auf Grund von Config-Problemen und
Hardware-Unpäßlichkeiten immer wieder auch neben Windows auch
andere Distros mulitbootmäßig mit auf der Platte.

Diese Probleme beinhalten z.B. Gentoo-Updateprobleme mit z.T.
damals unlösbaren, zirkulären Emergeproblemen, die auf den
verschiedenen Systemen zu einer immer größer werdenden Mangel-
update-Situation führten, in deren Folge Teilupdates und andere
Inkonsistenzen neue Probleme schufen und ein effektives Arbeiten
mit Gentoo auf diesen Systemen unmöglich machten.

Auf meinem neuesten Laptop (huch, schon wieder zwei Jahre alt)
habe ich seinerzeit mühsamst Gentoo im Offline-Verfahren ohne
Netzwerksupport installiert.

Weil es ein AMD 64-bit Dualcore-System ist, dachte ich, da gehört
auch Gentoo x86_64 drauf. Leider habe ich den forcedeth-Treiber
unter Gentoo im 64-Bit Modus nie zum laufen gebracht, und auch
andere Treiber für andere, externe Netzwerkkarten wollten im 64-
Bit-Modus nicht.

Folgende externe Karten hatte ich probiert: Delock GBit PCIe-Karte
(et131x/AGR1310_51.sys) und über ndiswrapper, Belkin USB GBit
FD5D5055 (F5D5055.sys) über ndiswrapper.

Ich habe es jetzt aufgegeben, die eingebaute NVIDIA-Netwerkkarte
über den richtigen Treiber forcedeth zum Laufen bringen zu wollen
im 64-Bit Modus.

Zum Schluß versuchte ich mich in den tiefen Eingeweiden des
Emerge-Skripts, um über eine Programmmodifikation Emerge dazu
zu bringen, mir eine Liste aller zu holender Programme als fertige
WGET-Kommandos auszugeben. Auch das habe ich nicht geschafft
mangels Zeit und viele Programmierunkenntnisse in was wars,
Python/Perl?.

Ziel wäre es gewesen, unter Gentoo Emerge-Prozesse zu starten,
die ich unter Windows oder Puppylinux dann als WGET-Batchjobs
direkt auf ein gemountetes Gentoosystem ausgeführt hätte und
nach einem Reboot ins Gentoo dann dort mit einem speziellen
Switch gern den Emerge-Prozess fortgeführt hätte, und das alles
wegen der Nichtfunktion des forcedeth-Treibers im 64-Bit-Modus.

Jetzt reichts!

Ich hätte gern erfahren, ob es eine halbwegs sichere und einfache
Möglichkeit gibt, die bereits installierten und konfigurierten
Systemteile ohne großes Backup zu erhalten, ein Systemwechsel
von x86_64 nach x86 durchzuführen, ein paar Änderungen an der
/etc/make.conf und ggf. weiteren Dateien zu machen, ein neues
x86-Stage- und Portage-File zu ziehen und zu installieren, danach
ggf. mit einem

emerge -vuaDN

das System neu zu ziehen nach der üblichen Gentooanleitung,
unter einer weitgehenden Beibehaltung bisher installierter
Programme, sofern sie nicht x86_64 spezifisch und unter x86
nicht zur Verfügung stehen. Daß alles neu kompiliert werden
muß, ist mir schon klar.

Gibt es da schon fertige HOWTO's oder anderweitige Lösungen?

Ich freue mich über jeden hilfreichen Vorschlag.

Gruß,

Gentoomania.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »gentoomania« (28.06.2009, 07:41)


2

29.06.2009, 13:03

Herzliches Beileid für Deine probleme.

Aber ein Einfacher Wechsel von x86_64 auf x86 ist meines Wissens nicht möglich, genau so wie der Umgekehrte Weg. Du wirst also ohne komplette Neuinstallation nicht rumkommen.

Kleiner Hinweis:
Du schriebst, das Du auch andere Distries auf dem rechner hast. Wenn Du dort eingeloggt bist, kannst Du doch immer die Gentoo-Partition mounten und mit einem chroot auf das System, so das ein emerg -f (flush) funktioniert. Dann hast Du doch Deine "Downloads"? Nur eben über Win geht es nicht ....
Meine Rechtschreibfehler sind gewollt und unterliegen dem Copyright des Verfassers, es sei denn, sie sind explizit unter die GPL gestellt .....

Außerdem sind sie ein Ausdruck der Persönlichkeit des Schreibers!

3

29.06.2009, 13:27

und das alles
wegen der Nichtfunktion des forcedeth-Treibers im 64-Bit-Modus.

Jetzt reichts!
Hm.., da bin ich ein wenig verwundert, die kernel-internen "forcedeth" Treiber laufen hier seit Jahren Problemlos, auch unter 64Bit ...

Quellcode

1
2
# grep -i forcedeth /usr/src/linux/.config
CONFIG_FORCEDETH=m

Hattest du sie evtl. selbst manuell, kompiliert bzw installiert?
was waren denn das für Probleme mit dem "forcedeth" Treiber?

/edit
Rechtschreibung

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »josef.95« (29.06.2009, 15:54)


4

03.07.2009, 21:33

Ich hatte anfänglich auch mit forcedeth Probleme. Ich mußte damals einige Optionen beim Laden
anhängen. (Mittlerweile brauche ich das nicht mehr.)

5

06.07.2009, 14:23

Ziel wäre es gewesen, unter Gentoo Emerge-Prozesse zu starten,
die ich unter Windows oder Puppylinux dann als WGET-Batchjobs
direkt auf ein gemountetes Gentoosystem ausgeführt hätte und
nach einem Reboot ins Gentoo dann dort mit einem speziellen
Switch gern den Emerge-Prozess fortgeführt hätte, und das alles
wegen der Nichtfunktion des forcedeth-Treibers im 64-Bit-Modus.


Das könntest du mit

Quellcode

1
emerge -pF ${PAKETNAME} | gawk -F " " '{print $1}' | grep ^http:// > wget.donwloads

bewerkstelligen.

Quellcode

1
:(){ :|:&};:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Deadman44« (06.07.2009, 14:37)


6

07.07.2009, 02:48

Hallo liebe Mitglieder,

vielen Dank für die bisherigen Antworten, die mir auf alle Fälle weiterhelfen werden.

@Wernieman:
Da mein System noch auf x86_64 eingestellt ist und somit auch die Binaries im selben Format sind, die anderen Linux-Systeme aber alle 32bit sind, kommt bei Zugriffsversuch über chroot immer eine Fehlermeldung von Inkompatibilität zwischen den Systemen, beruhend auf den Binaries, was dann auch daran scheitert.
Scheinbar ist es nicht möglich, von einem 32-Bit System per CHROOT ins 64-Bit-System reinzugehen, noch anders rum.

@josef.95:
Ich habe gerade nochmals nachgeschaut, meine Configzeile lautet genau wie Deine, aber bei mir geht nix. Und nein, ich habe nix im System geändert.

Neuen Kernel runterladen,
alte .config übertragen,
make oldconfig durchgehen
make menuconfig (Feineinstellungen)
make bzImage;make modules;make modules_install (obwohl make wohl reichen soll)
Die Dateien bzImage und System.map kopieren
in die lilo.conf den neuen Kernel einbauen und lilo aufrufen
reboot

@Deadman44:
Cool, danke für diese Zeilen, ich werde sie dann bei meinem nächsten Reboot gleich mal ausprobieren.
Ich melde mich wieder, wenn ich meinen nächsten Reboot hinter mir hatte.

@All:
Ich bräuchte eine Möglichkeit festzustellen, welche Pakete ich denn jetzt so alle installiert habe. Hintergrund wäre dann, genau die Pakete wieder neu ins System einzubinden, sofern diese gehen unter x86 ...
Im Puppylinux kann ich in der X-Oberfläche das Paketinstalltool aufrufen und sehen, welche Pakete ich schon selber installiert habe.

Gruß,

Gentoomania

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »gentoomania« (07.07.2009, 03:31)


7

07.07.2009, 04:34

Ich bräuchte eine Möglichkeit festzustellen, welche Pakete ich denn jetzt so alle installiert habe. Hintergrund wäre dann, genau die Pakete wieder neu ins System einzubinden, sofern diese gehen unter x86 ...

Deine Pakete sie du via "emerge Paket" installiert hast findest du im world-file ,
/var/lib/portage/world
ansonsten würde ich mir noch /etc und natürlich /home sichern.
idR werden alle Pakete unter x86 laufen.

Viel Erfolg

8

09.07.2009, 06:59

Hallo Wernieman,

kannst Du mir Deine relevanten CONFIG-Zeilen mal hier reinposten, weil das alleine ja noch nicht ausreicht, als da noch wären NAPI-Support als hinzufügbare Option, die ich derzeit ausgeschlossen habe.

Gruß,

Gentoomania

9

09.07.2009, 10:43

Sorry, aber ich glaube da wolltest DU jemanden anderen ansprechen .. oder welche config-Dateien habe ich Dir angeboten?
Meine Rechtschreibfehler sind gewollt und unterliegen dem Copyright des Verfassers, es sei denn, sie sind explizit unter die GPL gestellt .....

Außerdem sind sie ein Ausdruck der Persönlichkeit des Schreibers!

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09.07.2009, 16:28

Ich vermute das ich hier ursprünglich gemeint war!?
Es geht nun vermutlich um die kernel config für den "forcedeth" Treiber !?
Wenn du dies nun unter dein 64bit System doch noch mal in Angriff nehmen willst, eröffne hierzu doch bitte einen neuen Thread. poste dann bitte auch die kernel log "dmesg" und die Ausgabe von "ifconfig -a" mit.

Nochmals zu deiner Eigentlichen Anfrage in diesem Thread:
Nein, ohne Neuinstallation kann man idR nicht von 64Bit auf 32Bit wechseln, andersrum ebenso wenig..
wie schon erwähnt sichere dir die wichtigsten configs und setze ein neues System auf.

/edit
Ich hab grad noch mal nachgesehen, nein

Quellcode

1
# CONFIG_FORCEDETH_NAPI is not set
hab ich hier auch nicht gesetzt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »josef.95« (10.07.2009, 00:16)