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1

03.11.2016, 19:54

a dramatic turn of events - jeder kann es schaffen

Lange habe ich überlegt ob ich auch ein paar Zeilen zum Thema "Hilfe zur Entscheidung für Gentoo" schreiben sollte. :rolleyes:

Nun, ich mach es einfach doch da sich bestimmt der eine oder andere Linux-User hier suchend umsieht.

Ich möchte euch da draußen einfach sagen: "Macht es und geniesst. Es ist einfacher als es im ersten Überblick aussieht."

Jeder bekommt hier im Forum freundliche Hilfe, im IRC sind auch fast rund um die Uhr helfende Stimmen zu finden.

Das Gentoo-Wiki ist mit das Beste was ich bisher gelesen habe und wird an vielen Stellen sehr schnell aktualisiert.

Mit etwas logischen Denken geht alles sehr einfach von der Hand.

Persönlich habe ich auch den fast klassichen Weg in den letzten 15 Jahren von SUSE, Ubuntu über Fedora und Manjaro/Arch beschritten und seit Anfang des Jahres zu Gentoo gefunden.

Bisher habe ich die eine oder andere Komplettinstallation hinter mich gebracht. Von xfce und Gnome mit systemd über meine ersten Versuche mit LxQT auf einem Testrechner bis hin zu meiner Hauptinstallation spectrwm auf meinem geliebten T500 :-)

Jedes Mal lernte ich mehr und mehr zum Thema make.conf oder der Nutzung der USE-Flags. Die Nutzung von eix und equery geht immer schneller von der Hand. Gentoolkit wird genutzt und ein Kernelupdate ist kein Hexenwerk

Aktuell habe ich mich dem Thema KDE eröffnet. Eigentlich ist es gar nicht meine Welt, aber jetzt wo es rennt, finde ich es doch spannend das System an der einen und anderen Stelle den "Rundschliff" zu geben.

In diesem Sinne, Gentoo rocks :thumbsup:
»sdoubleyou« hat folgende Dateien angehängt:

2

05.11.2016, 12:49

Hi,

Ja auch ich kann sagen das ich am liebsten in GENTOO unterwegs bin. Ich habe irgenwann im Frühjahr angefangen mich mit GENTOO zu beschäftigen und meine erste Installation war in Virtualbox.

Muss dem aber vorallem vorrausschicken das ich absoluter Anfänger bin . Ich habe weder privat noch beruflich irgendwas mit Programmieren oder dergleichen zu tun. Aber auch ich habe es geschafft ein voll nutzbares GENTOO mit KDE 5 zu installieren.

Probleme habe ich nur mit BLOCKS weil ich das ganze noch nicht ganz durchschaue.

Aber hier im Forum wird mir immer sofort geholfen :thumbsup:



Harald

3

22.11.2016, 10:11

Bei mir ging die Odyssee durch die anderen Distris ziemlich schnell zu Ende, ich fand den Weg zu Gentoo bereits vor mehr als 10 Jahren. Und ich habe es nie bereut.
Früher las ich gern "Linux-Zeitschriften", davon gibt es ja inzwischen genug. Alle diese Zeitschriften beschäftigen sich eigentlich nur mit Einstieg und Umstieg ins Linux, und diversen Distributions-Vergleichen. Seit Gentoo ist das Interesse an diesen Zeitschriften untergegangen. Ich will nicht immer wieder vergleichen, neu einsteigen und mich auf das einschränken was eine Distri bietet, sondern meine Systeme einfach nutzen wie ich es will. Und das ist mit Gentoo möglich. Ab und zu schaue ich in die Zeitschriften doch rein, nur um zu prüfen was ich demnächst vielleicht mal emergen könnte ;) Meine bisherige Erfahrung ist, alles was andere Distris können kriegt man mit Gentoo auch hin, ohne die Distri wechseln zu müssen.

Ich bastle schon lange nicht mehr an meinen Systemen, einmal initial beim Neu-Kauf etwas Aufwand reinstecken, und dann täglich ein Paar Minuten die Updates einspielen, das wars. Real-Live hat mich wieder. Und wenn mir langweilig ist, helfe ich hier im Forum ;)
Auch wenn Open-Source kostenlos ist, ist sie nicht umsonst. Dein Preis ist Dein Engagement und Mitarbeit an OS-Projekten.
Wenn Du keinen Preis bezahlen willst, bist Du die Ware. Und das ist nicht Open Source, geschweigedenn frei.

4

23.11.2016, 00:49

Ich habe, als ich mein eigenes Büro aufgemacht habe, mal kurz gedacht ich müßte jetzt vernünftig werden und eine distri wie ubuntu oder centOS benutzen. Ich bin aber so verwöhnt vom Maß der Individualisierung die mit Gentoo möglich ist, dass ich damit nicht warm geworden bin, weil alles so umständlich wurde. Früher zu Windows-NT Zeiten habe ich Morgens Kaffe gemacht während der Computer bootete. Heute mache ich Kaffee während

Quellcode

1
emerge -avuDN @world
durchläuft.

Rüdiger

5

26.11.2016, 22:34

Hi,

muss noch was hinzufügen.

auch ich habe mich inzwischen von vielen anderen Distros verabschiedet weil ich mein Linux gefunden habe. Ich benutze momentan 4 Distros:

- GENTOO
- ARCH
-CALCULATE LINUX (Gentoo based)
-MX-16
mein "Hauptsystem" ist aber Gentoo und ich könnte mir vorstellen das ich mich komplett von den anderen trenne.

Leider habe ich als Anfänger Probleme evtl. BLOCKS selbständig aufzulösen - weil ich das ganze noch nicht ganz durchschaue.


Harald

6

26.11.2016, 23:08

Zitat

Leider habe ich als Anfänger Probleme evtl. BLOCKS selbständig aufzulösen - weil ich das ganze noch nicht ganz durchschaue.
Ja, das ist wie Fahrradfahren, muss auch zuerst gelernt sein. Hast Du konkretes Beispiel an dem ich erklären könnte?
Normalerweise kann Portage die Blocker ganz gut auflösen. Es gibt jedoch 2 Stolpersteine.

1. Man hat sich das Worldfile zugemüllt. Dann traut sich Portage nicht mehr die Pakete zu deinstallieren die eig. nicht mehr benötigt werden. Schaue in die /var/lib/portage/world rein. Ist dort wirklich nur das drin was Du WILLST? Abhängigkeiten, also alles was theoretisch weg könnte wenn nicht mehr benötigt, gehören nicht in die Datei rein.

2. Man hat sich das Keyword- und Unmask Files /etc/portage/package* zugemüllt. Dadurch entstehen nicht installierbare Stable-Testing-Mixe die zu Blockern führen. Hier kann ich nur empfehlen sparsam mit dem "Autounmask" Feature umzugehen und regelmäßig die Dateien prüfen und aufräumen.

Ergänzend zum Topic: Ja, jeder kann es schaffen. Die einzige Voraussetzung ist dass man lernwillig ist. Gentoo hat zwar immer noch den "Geeky"-Ruf, jedoch ist es gar nicht mehr so Geeky wie es mal war. Seit Stage1+2 abgeschafft wurde ist die Stage-3 Installation ein einfaches tar-Auspacken. Kernel-bauen ist mit Genkernel schnell gemacht. Etwas Grub-Configuration, da kann man für den Anfang auch dem Grub-Config vertrauen. Fehlt noch was?
Die Installation lässt sich mit jeder Live-DVD machen, also auch mit einer mit grafischen Oberfläche. Damit kann man bereits während der Installation auf dem Gerät im Web nach Hilfe surfen. Und das schönste ist, man lernt "chroot" sehr früh kennen. Und das ist ein Werkzeug den man bei jeder Distri gut für Reparaturen nutzen kann. Wenn das System beim Reboot nicht bootet, keine Panik, man muss nicht neu anfangen, einfach mit Live-Medium erneut starten, erneut den chroot betreten und den Fehler korrigieren. Und den Dreh kriegt man ganz schnell raus.
Auch wenn Open-Source kostenlos ist, ist sie nicht umsonst. Dein Preis ist Dein Engagement und Mitarbeit an OS-Projekten.
Wenn Du keinen Preis bezahlen willst, bist Du die Ware. Und das ist nicht Open Source, geschweigedenn frei.

7

27.11.2016, 15:42

Erfahrungen

Hi,

Ja, Erfahrungen sowie Lernwilligkeit sind bei GENTOO praktisch Vorraussetzung. Ersteres bringt die Zeit 8| - letzteres das Interesse an Linux :D . Aber trotz allem fühle ich mich unter GENTOO sehr wohl.

was ich schon alles geschafft habe:

- Gentoo Linux mit KDE5 Plasma installieren
-Genkernel verändern wegen DVB Karten
-Probitären NVIDIA Treiber installieren
-SAMBA einrichten wegen NAS Zugriff
-Fonts optimieren
-Umzug auf einen anderen PC
-Umzug auf eine andere Festplatte
-ein paar Patches einspielen ( dank bells Anleitung sehr einfach)

darauf bin ich momentan etwas stolz. Und Danke nochmals das einem hier immer geholfen wird.


Harald

8

29.11.2016, 22:19

Bei mir ist es jetzt glaube ich 5 Jahre her, dass ich zu Gentoo gewechselt bin. Ich hatte anfangs auch den Genkernel benutzt, mit der Zeit aber feststellen müssen, dass ein genkernel --menuconfig all doch meist eher Probleme macht, als einen sauberen und bootfähigen Kernel zu erstellen. Das Grundgerüst ist mit Hilfe von lsusb, lspci und lsmod eh schnell erstellt und eine Initramfs benötige ich auch nicht. Gerade wenn man sein System kennt, ist es gar nicht mal so schwer.

Was ich an Gentoo wirklich klasse finde sind die USE-Flags und dass man ~amd64 und amd64 mit ein wenig Handarbeit kinderleicht mischen kann. Gerade beim Kernel, Gnome und Kodi bin ich immer doch gerne auf dem aktuellsten Stand, wohingegen der Rest durchaus auf Stable bleiben kann. Probleme hatte ich damit sehr selten. Nur mit den Overlays die noch aktuellere Pakete bieten, hatte ich manchmal zu kämpfen :D. Um ein System nach Maß zu bekommen, ist Gentoo wirklich erste Wahl. Andere Distributionen laufen da schon mal gerne in Abhängigkeitsprobleme, wenn man auf beispielsweise auf cups verzichten will.

Um das zumüllen der package.x files zu vermeiden, lege ich mir immer Ordner an und benenne die files die dort drin liegen dann immer passend zu dem/n Paket(en), die ich modifiziere. Sobald ich dann das Paket nicht mehr benötige wird das file gelöscht und danach ein emerge -uaDN --with-bdeps=y drüber laufen gelassen, um sicher zu gehen, dass andere Pakete von den Änderungen nicht betroffen waren. Autounmask-write benutze ich daher gar nicht.

Ich glaube rein aus Interesse werde ich aber irgendwann auch mal eine bootstrap-Installation durchführen. :thumbsup: